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Produkttest Wanderreitdecke

Gastbeitrag von Karola Bady, Dipl. Tierpsychologin

Die beste Versicherung für gesunde Pferderücken sind immer noch passende Sättel, die ein- bis zwei Mal im Jahr auch überprüft werden. Aber auch die passende Sattelunterlage ist wichtig.

Den richtigen Sattel für ein neues Pferd zu finden, war nicht sehr schwer, da ich schon länger einen Australian Stocksaddle wollte, mit dem ich drei Disziplinen reiten kann. Aber nun war eine neue Unterlage fällig und die Qual der Wahl bei einer Riesenauswahl machte mir das wirklich schwer! Fast hätte ich auf einer Messe im Norden voreilig ein Lammfell gekauft, das für die besonderen Maße der Sattelform extra geändert werden müsste. Da ist mir eher zufällig der Stand mit Quittpads in die Quere gekommen. Großzügig stellte mir Klaus Meinders eine Wanderreitdecke zur Verfügung, um ausgiebig testen zu können.
Zuerst einmal ein Dankeschön für die Möglichkeit, das Quittpad ausgiebig auszuprobieren. Klaus Meinders hat mich zu keinem Zeitpunkt gedrängt, es zu kaufen. Schon am Stand schwärmte eine Kundin von der Langlebigkeit, und davon, wie einfach das Quittpad zu reinigen sei. Zwei wichtige Argumente für einen Kauf, hinsichtlich des Preises. Das innovative Material und die Aussage des Sattlers, der mir den Maßsattel gemacht hatte, dass man ja lieber „natürliche Materialien am Pferd“ habe, ließ mich kurz zweifeln, aber wer sich Neuem grundsätzlich verschließt, stagniert auch. Die „Flügel“ vorn am Sattel, die Länge und die Fellunterseite erschweren die Suche nach einem Pad, deshalb kamen für diese Passform auch drei Modelle von Quittpad in Frage.

Wanderreitdecke – erste Testphase

Ungeduldig habe ich auf das große Paket mit dem Quittpad gewartet, es waren zwei, drei Absprachen notwendig, welches Modell am besten geeignet ist. Wanderreitdecke, Western oder Distanz? Das Augenmaß nach Zusendung eines Fotos vom Sattel an Klaus Meinders via Mobiltelefon ergibt: Die Wanderreitdecke passt. Bei der Schabrackenform habe ich noch Bedenken, ich hätte schon gern so viel Luft wie möglich am Pferd. „Für Packtaschen optimal“, kontert Meinders.
Lava hatte wegen einer Hufprellung eine längere Pause, der Trainingsbeginn verzögert sich deshalb, trotz Neugier. Als das Quittpad endlich da ist, bremst mich ein verstauchtes Handgelenk wiederum aus! Bleibt nur der Blick in die optisch elegante Verpackung: Die Wanderreitdecke wirkt riesengroß! Die positive Überraschung: Die Länge passt schon mal, vorn und hinten.

Das Material

Die Unterseite ist angenehm dicht gewebt und weich, wirkt gleichzeitig stark genug, um den Übergang von der Fellunterseite zum bloßen Deckblatt aus Leder zu überbrücken. Die Oberseite zerpflückt das Fell am Maßsattel nicht weiter. Zur Skepsis des Sattlers: Auch ich habe lieber natürliche Materialien direkt am Pferd, aber warum nicht einem neuen Material eine Chance geben, angesichts des Gedankens der Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und grundsätzlich der Innovation?


In der Praxis

Auf dem Pferd liegt die Decke noch besser, die Form stört mich nicht mehr so. Nur das Gurten ist erst ungewohnt, ich muss das Gurtende durch die Schlaufe ziehen und es liegt auf der Schabracke auf. Lava schnappt immerhin nicht, wenn ich den Gurt anziehen möchte. Sie zeigt gut an, wann der Sattler kommen muss oder eben, wenn eine Sattelunterlage drückt. Der Weidebauch verschwindet unter dem Quittpad, und wenn mich die Schabrackenform immer noch stört, kann ich notfalls die Schneiderin bitten, es anzupassen.
Die Schrittphase zu Neubeginn des Trainings ist nicht anders zu bezeichnen als genial. Lava geht locker und entspannt, der Schritt wirkt selbst auf Pflaster und Straße wie auf Wolken - für mich. Der erste Trab ist raumgreifend, Lava zieht flott an und hört von sich aus auch nicht auf. Zur Sicherheit trense ich ausnahmsweise mit Gebiss, bevor es zum ersten Galopp auf das Stoppelfeld geht. Sonst reite ich Lava seit zehn Jahren mit gebisslosem Halfter. Deshalb ist schwierig zu sagen, ob sie sich wegen des Quittpads so leicht biegen und stellen lässt oder wegen der Trense. Die mag sie aber nicht so gern, also spricht es für das Quittpad.
Auf dem Stoppelfeld beim ersten Galopp überrascht mich Lava. Sie buckelt kurz. Schwierig zu sagen, ob sie das macht, weil wir so lange nicht galoppiert sind, aus purer Lebensfreude oder weil ihr das Quittpad gut gefällt. Danach zieht sie ruhig ihre Kreise und gibt auch tüchtig mal Gas. Fazit ist also, dass sich das Quittpad in den ersten vier, sechs Wochen im Trainingsbeginn bewährt hat. Das Schweißbild zeigt sich gleichmäßig, nirgends ein Abdruck oder eine Falte. Daumen hoch.

Die Wanderreitdecke im Langzeittest

Einen Wanderritt über mehrere Stunden oder einen Ritt nach Neuwerk durch das Watt konnte ich bisher noch nicht ausprobieren, das hole ich nach. Ich werde berichten, wenn ich das Quittpad bezahlt habe und kein schlechtes Gewissen haben muss, weil ich es so dreckig gemacht habe. Wobei der Wattritt der beste Test wäre, um die einfache Reinigung belegen zu können. Das liefere ich gern nach.

Effizienz und Preis

Eine Kursteilnehmerin meinte kürzlich, dass es „eine Menge Holz“ sei, was so ein Quittpad koste. Ich entgegnete ihr, dass es sich rechnet, bedenkt man, dass es das Pferd vor Schäden schützen kann, die osteo- oder physiotherapeutische Maßnahmen erfordern würden. Es spart Zeit und Leid. Außerdem, wenn sich das Quittpad als unverwüstlich zeigt, so wie eine zufriedene Kundin am Messestand es berichtete, dann ist der Anschaffungspreis im Vergleich zu anderen Produkten vertretbar. Auf ein Jahr – oder fünf – umgerechnet, sind es kleine Beträge, zum Wohl des Pferdes.
Nein, ich beziehe keinen Rabatt, wenn ich ein Produkt teste und es für gut befinde, ich bin weder eine Bloggerin, die für den Test bezahlt wird, noch habe ich einen Vertrieb. Ich bleibe unabhängig, lobe ein gutes Produkt und begründe es, aber ich sage auch, wenn mir was nicht gefällt. Ich bin es meiner vierbeinigen Kundschaft und meinen eigenen Pferden schuldig, immer das Beste zu suchen.

Gastbeitrag und Foto: Karola Bady, Dipl. Tierpsychologin ATN/Schweiz, 21726 Oldendorf

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